The Best of Baseball

von Warren N. Wilbert
312 Seiten
(engl.)
2001

Der Untertitel des Buchs lautet:
The 20th Century's Greatest Players Ranked by Positions

Und das triffts auf den Punkt. Der Autor Warren Wilbert zieht seine Betrachtungsgrenzen im Jahre 1900 und 1999 und benennt die großartigsten Spieler jeder Position im Baseball.

Viele werden jetzt sagen: Rankings sind doch immer was total subjektives, einfach nur die Meinung des Autors.
Das aber will Wilbert verhindern und zwar indem er die sogenannten "sabermetric statistics" heranzieht. Kurze Erklärung: "sabermetric stats" werfen alle - wirklich alle - Statistikwerte eines Spielers in einen Topf, so dass es eigentlich objektiver nicht gehen kann. Rauskommen dabei sogenannte Total Player Ratings und ähnliches für spezielle Positionen. Effektiv heißt das dann, dass ein Spieler mit dem TPR von 8.00 seinem Team in einer Saison zu acht Siegen mehr verholfen hat als ein Durchschnittsspieler auf seiner Position.

Also eine absolut objektive Sache - einzig allein das Rating der Spieler der ehemeligen Negro League (bis etwa 1955) kann nicht auf Statistiken beruhen, Wilbert beruft sich hier aber auf mehrere andere Quellen.

Wie bereits gesagt, werden auf jeder Position im Baseball die besten 10 (beim Outfield 15) Spieler per "sabermetric stats" ermittelt. Jeder dieser Top Ten Spieler wird auf ca. zwei Seiten mit ausführlichen Statistiken porträtiert und vor allem auf seine besonderen Leistungen hingewiesen. Natürlich sorgt Wilbert an einigen Stellen für den Aha-Effekt, will meinen, dass man den ein oder anderen Spieler an dieser Stelle nicht vermutet hättet. So fordert der Autor des öfteren fast schon die Ernnenung mancher bisher übergangener Spieler in die Hall of Fame. Laut Statistik überbieten sie nämlich manche Hall of Famer um Längen.

Zusätzlich zu den sechs Feld-Positionen (Outfielder werden nicht weiter unterschieden) kommen noch die Pitcher, die in Links- und Rechtshänder unterteilt werden, die Relief Pitcher und die Utility Player wie Robin Yount oder Pete Rose, die auf verschieden Positionen eingesetzt wurden. Ab und zu präsentiert Wilbert Box Scores von legendären Spielen und bringt die ein oder andere witzige oder erstaunliche Anekdote unter.

Die Sprache ist dagegen etwas forderend, aber kein Hinderungsgrund. So ganz trivial ist sie nämlich nicht gehalten, aber eigentlich macht es dem Lese-Vergnügen keinen Abbruch. Viele Statistiken verdeutlichen einiges.

Am Ende des Buchs ist dann folgende Line-Up der besten Baseballer im 20. Jahrhundert rausgekommen. Ohne Zweifel ein Team, dass seines gleiche sucht:
1B: Lou "Iron Horse" Gehrig
2B: Larry "Nap" Lajoie
3B: Mike Schmidt
SS: Honus Wagner
OF: Babe "The Sultan of Swat" Ruth
OF: Barry Bonds
OF: Ted "The Splendid Splinter" Williams
C: Josh Gibson (Negro League, dnach kommt Mike Piazza)
DH: Mark "Big Mac" McGwire
Utility: Robin Yount

RHP: Walter Johnson
RHP: Christy Mathewson
LHP: Lefty Grove
RHP: Cleveland Grover "Pete" Alexander
Relief: Rich "Goose" Gossage

Fazit: The Best of Baseball ist ein Buch ideal zum Zeitvertreiben. Dadurch, daß kein Porträt länger als zwei Seiten ist, eignet es sich sehr zum "Kurz-mal-weiter-lesen".
Jedes Porträt kommt genau auf den Punkt und man lernt den ein oder anderen Star, den man eigentlich nur vom Namen her kannte, auch mal besser kennen.
Einzig die nochmalige Aufstellung der zehn besten Ball Hawks auf jeder Position (also die besten Fielder) ist manchmal zäh zu lesen, weil dann doch einige Spieler vorkommen, die realtiv uninteressant sind.
Auf jeden Fall aber ein ideales Geschenk für jeden Baseball-Fan.

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